Eine Klimaanlage im Altbau nachrüsten

10.04.2019 23:10

Kennen Sie diese Situation: Sie beziehen eine schöne Altbauwohnung, eventuell sogar im Dachgeschoss, und im ersten Sommer merken Sie, wie heiß es in Ihrem neuen Zuhause ist. Während moderne Neubauten zumeist mit einer sehr wirkungsvollen Isolation daherkommen, heizen sich die oft noch aus echten Ziegelsteinen bestehenden Altbaumauern bei langanhaltender Sonneneinstrahlung stark auf. Schnell kommt man sich dann vor, als würde man in einem Backofen leben. Doch zum Glück gibt es eine effektive Möglichkeit, gegen derartige Erscheinungen vorzugehen: die Nachrüstung einer Klimaanlage. Mit ihr verbessern Sie die Atmosphäre in Ihrem Heim nachhaltig, kühlen die Innentemperatur wirksam herunter und können endlich wieder ohne schweißnasse Laken durchschlafen. Doch wie funktioniert eigentlich der Einbau von Klimaanlagen in Altbauten? Welche Systeme stehen zur Verfügung? Und worauf sollte unbedingt geachtet werden? Mit dem nachfolgenden Beitrag möchten wir versuchen, Ihnen Antworten auf diese Fragen zu geben.

Klimaanlage im Altbau - Welches System ist das Beste?

Wenn Sie die Nachrüstung einer Klimaanlage in einem Altbauhaus planen, stehen Sie zwangsläufig vor der Herausforderung, das am besten passende Modell zu finden. Vor allem Split-Systeme sind hier eine sehr gute Wahl. Diese Raumklimageräte bestehen immer aus mindestens zwei Komponenten: aus einem Außen- sowie einem Innengerät. Möglich sind auch Varianten, bei denen neben dem Außengerät nicht ein einzelnes, sondern mehrere Innengeräte zum Einsatz kommen. Bei derartigen Konstellationen spricht man dann von einer sogenannten Multi-Split-Lösung. Die verwendeten Innengeräte können Sie entweder an den Wänden oder aber - sofern das sinnvoll und optisch passend ist - an der Decke anbringen. Ein großer Vorteil von Split-Systemen ist der recht günstige Anschaffungspreis. Auch die vorzunehmende Installation muss nicht schwierig sein und lässt sich in aller Regel ohne viel Mühen vornehmen. Split-Systeme werden zudem in vielen verschiedenen Leistungsklassen angeboten.

Eine weitere Möglichkeit sind sogenannte Monoblock-Geräte. Diese kommen vor allem dann infrage, wenn aufgrund baulicher Gegebenheiten oder fehlender Vermieterzustimmung der Einsatz von Split-Geräten ausscheidet. Bei Monoblock-Klimageräten sind alle Komponenten in einem zentralen Gehäuse untergebracht; ein spezielles Außengerät wird hier nicht benötigt. Zudem sind Monoblock-Geräte recht platzsparend, günstig in der Anschaffung und unkompliziert zu bedienen. Sie können in praktisch jedem gewünschten Raum aufgestellt werden und benötigen für den Betrieb lediglich einen Stromanschluss sowie ein angekipptes Fenster für den Abluftschlauch. Als echter Nachteil gelten allerdings die im Vergleich zu Split-Geräten fast immer niedrigere Energieeffizienz und der damit verbundene erhöhte Stromverbrauch.

Welche baulichen und rechtlichen Voraussetzungen muss ich klären?

Da Split-Systeme eine Verbindung zwischen dem Außengerät und der Inneneinheit erfordern, ist ein gewisser Eingriff in die Bausubstanz des Hauses unvermeidbar. Hierzu ist fast immer mindestens ein kleinerer Mauerdurchbruch erforderlich. Achten Sie stets darauf, dass keine tragenden Wände aufgestemmt werden, da andernfalls die Statik des gesamten Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen werden könnte! Holen Sie ggf. zuvor das entsprechende Gutachten eines Bausachverständigen ein. Sind Sie nicht selbst Eigentümer des Hauses, sondern Mieter, bedarf ein Eingriff in die Bausubstanz zudem der Zustimmung des Immobilienbesitzers. Beachten Sie in jedem Fall immer auch die Vorgaben des Baurechts sowie des Immissionsschutzes.

Mit welchen Kosten muss ich bei der Nachrüstung einer Klimaanlage im Altbau rechnen?

Die Frage, mit welchen Kosten Sie bei der Nachrüstung einer Klimaanlage im Altbau rechnen müssen, dürfte zu den häufigsten Themen gehören, die bei derartigen Projekten eine Rolle spielen. Zugleich ist eine klare Antwort hierauf gar nicht so einfach. Die Höhe der für eine Ausstattung mit Klimatechnik aufzuwendenden Mittel hängt nämlich von einer Reihe Faktoren ab, die zunächst genau beleuchtet und zusammengetragen werden müssen. 

Für die Ermittlung der tatsächlichen finanziellen Voraussetzungen für die Nachrüstung einer Klimaanlage im Altbau sind folgende Punkte wichtig:

- Welche Gesamtfläche haben die Räume, die mittels Klimatechnik gekühlt werden sollen?

- Welche Kühlleistung ist gewünscht?

- Wie Energieeffizient ist das gewählte Kühlsystem?

- Wird ein Marken-Klimagerät angeschafft oder soll ein No-Name-Fabrikat zum Einsatz kommen?

- Wie viele Stunden wird die Anlage voraussichtlich pro Tag betrieben?

Allein über den Anschaffungs- und Installationspreis sollte sich der Wert eines Klimasystems allerdings nicht definieren. Denn eine "billige" Anlage kann wegen der möglicherweise kürzeren Lebensdauer und einer schon nach wenigen Jahren erforderlich werdenden Neubeschaffung unterm Strich teurer werden, als wenn von Anfang an auf ein hochwertiges und langlebiges System gesetzt wird. Als (vorsichtiger) Richtwert kann davon ausgegangen werden, dass für eine kleinere Altbauwohnung mit Kosten zwischen 700 und 1.800 EUR gerechnet werden muss.

Wie sieht es mit dem Energieverbrauch von Klimaanlagen im Altbau aus?

Bis noch vor wenigen Jahren galten Klimaanlagen als arge Stromfresser. Dies ist dank fortschreitender Technologien heute grundsätzlich nicht mehr der Fall. Längst stehen Systeme zur Verfügung, die sehr energieeffizient arbeiten und - im Hinblick auf den Komfort, den sie bieten - nur geringe Kosten für Elektrizität erfordern. Achten Sie beim Kauf allerdings immer auf die Energieeffizienzklasse des jeweiligen Modells. Vergleichen Sie die Typen dabei allerdings nur innerhalb der einzelnen Klimageräte-Bauart, denn ein gutes Split-Gerät mit der Energieeffizienzklasse B kann wirtschaftlicher kühlen als ein Monoblock-­Modell der Effizienzklasse A. Lassen Sie sich hierzu gegebenenfalls fachkundig beraten. Mit dem richtigen Gerät können Sie unter Umständen langfristig viel Geld sparen.


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